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Italienischer Salon

Die kleinen und bunten Häuser der Insel Albarella am Mare Vostrum.
23. September 2026

Isola di Albarella – lässige Privatinsel im Sommer

Grillenzirpen, eine leichte Brise weht durch das offene Fenster. Sonst liegt die wohlige Stille der sommerlichen Mittagspause über der Insel. Diese Sommer in Italien tun der Seele gut. Das Gedankenkarussell darf Pause machen und das Leben folgt dieser gemächlichen Leichtigkeit.


Während ich mich aus der schattigen Siesta und dem leichten Laken zurück in mein Kleid und die Flipflops bewege, ertönt draußen irgendwo ein beherztes „Platsch!“. Ein Schmunzeln legt sich auf Gesicht und Gemüt. 

Das ist typisch Albarella, denke ich. 

Das Leben kehrt zurück und ein Nachbar ist soeben in den erfrischenden Fiordo vor unseren kleinen Ferienhäuslein gesprungen. Ich blicke aus dem Fenster und sehe einen älteren Herren im kleinen Kanal vor der Gartenpforte entlang planschen.

Eine Urlauberin schwebt auf einer pinkfarbenen Luftmatratze auf den sanft wippenden Wellen.

Ich radle zum Centro Sportivo, parke dort zwischen hunderten anderen auch mein Rad und laufe die Stufen zur kleinen Promenade hinauf. In der Pool-Anlage haben schon viele Kinder wieder ihren Spaß mit den Rutschen und Wasserspielen, im Ristorante werden die Tische für den Abend eingedeckt und unter dem kleinen Rondell wird grad ein Gruppentanz einstudiert.

An der Strandbar freue ich mich über das klassische Getümmel mit Caffè-Duft, EstaThe und Eiscreme. Erinnerungen an meine Kinder-Sommer in Italien.

Am Centro Sportivo parken im Sommer Hunderte von Fahrrädern.
Der große Strand von Albarella mit weitem Blick auf die Adria.

Albarella ist eine Welt, die sich wie eine eigene kleine Sommergemeinschaft anfühlt.

An Schirmen und Liegen schlendere ich entlang zum leeren Teil des Strandes, die Füße im leicht glitzernden Sand von den seichten Wellen der Adria umspült. Es ist August und Hochsaison – und ja, hier ist der Strand nicht laut und voll. Das ist einer der vielen Vorzüge von Albarella: Es ist eine private Insel.

Was zunächst mondän klingt, ist bei genauerem Hinsehen erstaunlich unkompliziert. Eine Schranke trennt die Insel vom öffentlichen Verkehr. Hineingelassen werden Bewohner und Urlaubsgäste. Nach der Zufahrt beginnt eine Welt, die sich wie eine eigene kleine Sommergemeinschaft anfühlt.

Sommer ist Strandzeit in Italien. Wer mag, genießt den Komfort mit Liege und Schirm...
...oder findet selbst in der Hauptsaison ein großes Stück Strand für sich allein.

Exklusivität bedeutet hier nicht Förmlichkeit

Das Angebot an Unterkünften ist vielfältig. Zwei Hotels, große Villen und Ferienhäuser für größere Familien mit eigenem Pool. Und dazwischen immer wieder Siedlungen mit den typisch bunten Albarella-Häuschen inmitten von Gärten und Grünanlagen oft mit einem Fiordo vor dem Gartentürchen. Diese kleinen Kanäle wurden in die Insel hinein gebaut und vervollständigen den ganz besonderen Charme der Insel. 

Auf Albarella findet jeder den Sommer, der zu ihm gerade passt.

Genau das mag ich an diesem besonderen Ort: Exklusivität bedeutet hier nicht Förmlichkeit. Der eine oder andere Promi soll hier residieren, aber am Strand und auf den meist etwas rostigen Fahrrädern sitzend mit Flipflops an den Füßen zählt einzig der Genuss der gleichen Sommerfrische und der herrlich tropisch warmen Nächte.

Die Insel wurde in den 1980er Jahren zu einer Ferieninsel umgebaut. Hier ticken die Uhren nicht nur anders, sondern eher gar nicht.

Schon die Anfahrt trägt ihren Teil dazu bei. Ein schmaler Damm führt durch die Lagune und bringt einen langsam hinüber zur Insel. Allein diese Strecke ist schon Urlaub pur. Viele Wildvogelarten leben hier und besonders die Flamingos sind ein echter Blickfang. Rosa und Pink leuchten sie aus dem Blau des Wassers hervor und futtern die hiesigen Krebse vom Grund.

Je näher man der Insel kommt, desto mehr vom Alltag lässt man hinter sich.

Spätestens wenn man mit Höchsttempo von 30 Stundenkilometern durch die gewundenen Straßen der Insel rollt, ist man endgültig im Albarella-Mood angekommen. Hier darf mit dem Auto gefahren werden, aber es ist gewünscht, dass man es möglichst oft stehen lässt. Denn Fahrrad und Golf-Car beherrschen den gemütlichen insulanen Straßenverkehr. Und so erstreckt sich hinter der Schranke eine sommerlich leichte Zeit. Hektik und Gedränge dürfen getrost draußen bleiben.

Fiordi durchziehen die Insel im Westen und münden ins Mare Vostrum. Die typischen Albarella-Häuser mit Blick auf die Lagune.

Team Sport oder Team Liegestuhl?

Wer mag, geht Joggen und treibt Sport auf dem Fitness-Parcours unter den Pinien in der Inselmitte. Golf, Tennis, Reiten und jede Menge Aktivitäten werden ebenso wie Konzerte, Tanz und Kultur angeboten. 

Und wer von alledem nichts braucht, der darf hier endlich mal nichts müssen. Den Strand oder einen Caffè genießen, den Liegestuhl im Garten und ein Buch konsultieren oder schlicht in den Tag hineinleben. Das ist das wirklich Schöne an Albarella – wer einfach nur einen entspannten und ruhigen Urlaub möchte, der findet eben auch diesen.

Kochen oder kochen lassen?

Die Restaurants und Bars der Insel bieten ein schönes Spektrum an Leckereien. Ich kehre mit noch etwas Sand an den Füßen und in einem luftigen Strand-Kaftan in der Bar Piazzetta ein, um meine Leute zum Aperitivo zu treffen. Bei spritz, Prosecco und kleinen Snacks und einem Schälchen Chips bespricht es sich am besten, was heute Abend im Garten auf unserem Grill landen wird.

Der Oleander blüht auf der ganzen Insel. Pur Italien!
Per "bici" (Fahrrad) geht es auf dem Damm zwischen Lagune und Mare Vostrum mitten durch das Delta del Po.

Wir fahren gemütliche Umwege nach Hause, wollen die Natur noch genießen.

Davon hat Albarella wirklich viel zu bieten. An der westlichen Inselseite führt ein kleiner Deich durch die Lagune und trennt das Mare Vostrum, wo man schwimmen und Tretboot fahren kann, von der natürlichen Lagune mit Vogelvielfalt und Fischerei.

Wir sind hier inmitten des Regionalparks Delta del Po, das unter Naturschutz steht und seit 2015 zum UNESCO Weltnaturerbe zählt.

Ein Fasanenpaar tippelt tiefenentspannt über den Weg, wir radeln großräumig um sie herum.

Langsam sinkt die Sonne und verwandelt alles in einen fast schon übertriebenen Farbenzauber aus Orange und Rosé – und all das spiegelt sich im glatten Wasser. Die Sonnenuntergänge sind hier wirklich spektakulär. 

Morgens und abends: Hirsch-Besuch

In der Abenddämmerung kommen auch oft die kleinen Herden der frei lebenden Damhirsche hervor. Schöne Begegnungen sind das und immer wieder faszinierend.

Wenn sie morgens im Sonnenaufgang an den Gärten entlangstreifen und sich mal hier und da eine leckere Blüte von den Büschen schmecken lassen, erinnern sie einen daran, wie ruhig das Leben hier doch ist.

Gleich werden wir im Garten kochen und am großen Tisch essen, alle gemeinsam. Das Leben ist hier im Sommer eines, das draußen stattfindet auf der Isola di Albarella.

Italien im Sommer tut so unglaublich gut.

Die Sonnenuntergänge auf Albarella sind spektakulär - das geben sogar Nicht-Romantiker zu.

Möchtest du mehr Informationen zu Albarella?

Die offizielle Website der Insel gibt Auskunft und zeigt in einem schönen Startvideo einen ersten Eindruck.

Und meld dich gern bei uns für den einen oder anderen guten oder noch geheimen Tipp!


Anja - Gastgeberin im Italienischen Salon

Anja Giramondo

Salonnière & Gastgeberin